Liebe Freunde unserer Weine!

Nach knapp 8 Monaten Bauzeit konnten wir zum Erntebeginn 2017 unseren neuen Weinkeller in Betrieb nehmen. Im April 2018 waren dann alle Bauarbeiten am Kellereingang abgeschlossen, so dass jetzt die Natur unser Werk vollenden kann – langsam ergrünt das Grundstück bereits wieder. Wir danken allen, die durch ihre Mitarbeit den Kellerbau ermöglicht haben. Stellvertretend an dieser Stelle einmal dem besten Baggerfahrer der Welt: Horst Vogel auf Menzi Muck!

Jetzt verfügen wir über die besten Bedingungen für den Weinausbau. Temperatur und Luftfeuchte sind optimal für die Weinlagerung (bisher zumindest geht das Klimakonzept sehr gut auf). Hygienische Böden und Wände, frische saubere Luft, ergonomische kurze Arbeitswege auf einer einzigen Etage, dabei können alle sensiblen Arbeiten mit dem Gabelstapler im Schwerkraftprinzip durchgeführt werden. Nachhaltigkeit, Ökologie und angewandte Bauphysik spielten eine besondere Rolle bei der Planung: So dürfte die Einbettung ins Erdreich die Langlebigkeit der Betonkonstruktion gegenüber einem frei bewitterten Gebäude verdoppeln und den Energieverbrauch halbieren. Künstliches Isoliermaterial wurde nur minimal im Eingangstunnel eingesetzt, dazu nur mineralisches (Gasbeton und Schaumglas). Die integrierte Zisterne von 125.000l ermöglicht die Wassernutzung auch thermisch als Saisonspeicher für die Klimatisierung des Kellers.

Das Weinbauabwasser des Kellers wird in der Bewässerung eingesetzt und verbleibt damit auf dem Grundstück.

Wegen der optimalen Temperaturverhältnisse im neuen Keller haben wir den Weinausbau auf der Hefe dieses Jahr noch etwas verlängert – die Weine sind erst sehr spät filtriert und gefüllt – werden daher erst im Laufe des Sommers die optimale Probierfähigkeit erzielen.

Die Ernte 2017 war für uns in qualitativer Hinsicht sehr erfreulich. Bei kleinen Erträgen (fast ganz Europa klagt über bescheidene Erntemengen) erreichten wir vorwiegend schöne Kabinett- und Spätlesemostgewichte. Sogar ein wenig Edelsüßes, das uns an das Jahr des Kellerbaus wird erinnern können. Die Erntemengen waren nicht so erfreulich: Zwar hatten die bei uns nur moderaten Spätfrostschäden wenig Auswirkung auf den Ertrag, wir wurden auch von Unwettern verschont, aber der trockene Frühsommer und der sehr nasse Spätsommer senkten die Erträge und bedingten fleißige Selektionsarbeit. Die selektive Lese nehme ich sehr ernst und da ich selbst täglich die Ernte begleite und die Kelterung durchführe, bürge ich für optimale Traubenqualität. Das Kellerklima ist auch optimal für den Holzfassausbau. Neben den Rotweinbarriques ergänzen nun versuchshalber zwei 500l Akazienholzfässer... mehr…

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